I Heart Pluto

Kunst, Film, Fotografie, Popkultur

Einer meiner absoluten Lieblingsfotografen, Ryan McGinley, meldet sich mit einer neuen Fotoreihe zurück. Wie es aussieht haben seinen neuen Bilder jedoch nur noch recht wenig mit den alten gemein. Waren die Fotos aus I know where the summer goes noch sehr echt, roh und ungeschliffen, sind die neuen irgendwie inszeniert, surreal und farbüberladen. Interessant ist, dass sich McGinley hier wieder mehr vom Individuum wegbewegt. In seinen alten Fotos lag der Fokus fast immer auf den Gesichtern, dem Körper im Allgemeinen und der Persönlichkeit der Dargestellten. Hier geht es nun anscheinend mehr um das Zusammenspiel von Individuum und Umgebung. Er platziert die nackten, warmen Körper seiner Protagonisten in Höhlen, also abgeschlossenen, zeitlosen, ursprünglichen, aber auch kalten Räumen. Dadurch entsteht ein “mystische”, wenn nicht sogar sakrale Atmosphäre. Auf der einen Seite ist es schade, dass dadurch die Idee von Freiheit und Ungebundeheit verloren geht, auf der anderen Seite aber auch interessant, weil etwas komplett Neues entsteht. Um die Bilder aber wirklich analysieren, verstehen und bewerten zu können, müsst man sie live und in voller Größe sehen. Einen Überblick über die neuen Fotos gibt es hier. (via)

ImageBanana - RyanMcGinley1.jpg

ImageBanana - RyanMcginley2.jpg

ImageBanana - RyanMcginley3.jpg

ImageBanana - RyanMcginley4.jpg

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