I Heart Pluto

Kunst, Film, Fotografie, Popkultur

Arte+7: Mods & Rockers

August 26, 2010 Video 0 Comments

1964: Tausende Jugendliche aus dem ganzen Land liefern sich im südenglischen Badeort Brighton brutale Straßenschlachten. Das Ereignis nimmt Ausmaße an, die sich nicht mehr unter reinem Hooliganismus verbuchen lassen. Die feindlichen Lager bestehen aus Anhängern zweier unterschiedlicher Jugendsubkulturen, den Mods und den Rockern.

In ihrem Konflikt geht es um Kleidung, Reviere, Musikgeschmack und eine diametral entgegengesetzte Lebenseinstellung: Die Rockers erwarten nichts von der Gesellschaft, die sie als Maschine zur Zerstörung ihres Außenseiter-Individualismus verstehen; die Mods hingegen wollen das System mitprägen, sich einen Raum schaffen, in dem sie ihre Codes, ihre Vorlieben und ihre Ästhetik ausleben können. - Arte

Tolle Doku über die Auseinandersetzungen zwischen den Mods und Rockern. Leider nur noch 12 Stunden online. Hier ansehen oder direkt bei Arte+7.

“I let the track stand. Like how it was written is how it hit me.”

Wenn ich meinen Freunden P.O.S. zeige, sagen sie mir sie mögen keinen Rap. Wenn P.O.S. Musik macht, stelle ich persönlich ihn mir aber immer am Schlagzeug vor, während er fleißig seine Lyrics ins Mikrofon spittet. Für die meisten wohl eher ein abstruses Bild.

Andere Freunde sagen: “Das is gar kein Rap. Das reimt sich ja gar nich.” Stimmt eigentlich. Er reimt eher selten und wenn, dann sehr willkürlich. Worauf er glaube ich hauptsächlich Wert legt ist Aussagekraft und Kontext. Beides wird unterlegt durch knallharte, schlagfertige Beats & einer Wortgewalt, die die ganze Bush Administration wohl hätte erzittern lassen, wenn sie sich allemann vor einer vibrierenden Bassbox-Schallmauer versammelt hätten, die Herren Abgeordneten.

Für mich heißt P.O.S. ultra fiese Beats, ja unglaublich präzise Drums, ein bisschen Wut, ein bisschen Ärger, ein bisschen Dada. Er sollte auf jeden Fall mal mit Mos Def zusammenkommen.

Ein Gastartikel von Johannes Jakobi. Mehr von ihm: http://needledrop.tumblr.com


(via)

Trailer zu ANPO: Art X War

August 23, 2010 Film 0 Comments

ANPO: Art X War depicts resistance to U.S. military bases in Japan through an electrifying collage of paintings, photographs and animated, narrative and documentary films by Japan’s foremost contemporary artists. The artwork vividly resurrects a forgotten period of Japan’s history, while highlighting the insidious, enduring effects of “ANPO”, Japanese shorthand for the U.S.-Japan Mutual Security Treaty. The treaty permits the continued presence of 90 U.S. military bases throughout Japan, an onerous presence that has poisoned U.S.-Japanese relations and disrupted Japanese life for decades.


(via)

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Good News, everyone. Vom 15. bis 19. September findet wieder das Internationale Filmfest Oldenburg statt (auch bekannt als das deutsche Sundance) und iheartpluto.de bzw. filmaddicts.de wird diesmal live für euch vor Ort sein und über Filme und Festival berichten.

Auch wenn das Programm noch nicht ganz steht, gibts schon jetzt ein paar echte Highlights zu vermelden. Neben der Retrospektive zu Radley Metzger (”dem Meister des erotischen Films”) laufen nämlich unter anderem auch der allem Anschein nach ebenso pornöse Room in Rome und der bereits in Cannes mit ungewöhnlich viel Lob überschütte Sci-Fi-Film Monsters (beide hatte ich vor einiger Zeit ja bereits bei Filmaddicts erwähnt). Auch der diesjährige Gewinner des Internationalen Filmfestival Karlovy Vary, The Mosquito Net, ist mit dabei.


(NSFW!)

Den Jury-Vorsitz übernimmt dieses Jahr Deborah Kara Unger (unter anderem bekannt aus Cronenbergs Crash und Finchers The Game). Die Tribute-Reihe widmet sich “der Ikone des New-Hollywood” Timothy Bottoms (Johnny Got a Gun, The Last Picture Show). Da ich The Last Picture Show immer noch nicht gesehen hab, freu ich mich sehr ihn bei diesem Tribute auf der großen Leinwand bestaunen zu dürfen.


(Radley Metzger / NSFW!)

Wie ihr seht, dürfte das Filmfest Oldenburg dieses Jahr echt ein Knüller werden. Ich freu mich drauf und bin gespannt, ob die Filme auch halten können, was sie versprechen. Ich werd euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und dann ab 15. September auch direkt vom Festival berichten. Vielleicht sieht man ja auch den ein oder anderen von euch vor Ort. Mehr Infos zum Festival gibts auf der offiziellen Seite.