I Heart Pluto

Kunst, Film, Fotografie, Popkultur

“I let the track stand. Like how it was written is how it hit me.”

Wenn ich meinen Freunden P.O.S. zeige, sagen sie mir sie mögen keinen Rap. Wenn P.O.S. Musik macht, stelle ich persönlich ihn mir aber immer am Schlagzeug vor, während er fleißig seine Lyrics ins Mikrofon spittet. Für die meisten wohl eher ein abstruses Bild.

Andere Freunde sagen: “Das is gar kein Rap. Das reimt sich ja gar nich.” Stimmt eigentlich. Er reimt eher selten und wenn, dann sehr willkürlich. Worauf er glaube ich hauptsächlich Wert legt ist Aussagekraft und Kontext. Beides wird unterlegt durch knallharte, schlagfertige Beats & einer Wortgewalt, die die ganze Bush Administration wohl hätte erzittern lassen, wenn sie sich allemann vor einer vibrierenden Bassbox-Schallmauer versammelt hätten, die Herren Abgeordneten.

Für mich heißt P.O.S. ultra fiese Beats, ja unglaublich präzise Drums, ein bisschen Wut, ein bisschen Ärger, ein bisschen Dada. Er sollte auf jeden Fall mal mit Mos Def zusammenkommen.

Ein Gastartikel von Johannes Jakobi. Mehr von ihm: http://needledrop.tumblr.com

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