Die Seele eines Juden ist immer auf der Suche”, sagt Dany Winderbaum. Diese Suche findet gerne in Indien statt, dorthin zieht es 60 Prozent aller Israelis nach ihrem Wehrdienst. Mit ihrem Abschlusssold finanzieren sich die jungen Männer und Frauen ein paar unbeschwerte Monate zwischen Hängematte und Technopartys. Haschisch, Ecstasy, LSD sollen helfen, die Erinnerung an drei Jahre Militärdienst im Westjordanland oder Gazastreifen verblassen zu lassen.
Aber es gibt auch jene, bei denen die Partys und Drogen nicht zum Vergessen, sondern zum Aufbrechen der unverarbeiteten Geschehnisse führen. Sie drehen durch. Flipping Out , der Dokumentarfilm des 37-jährigen israelischen Regisseurs Yoav Shamir, beleuchtet dieses Phänomen. – Zeit.de
Flipping Out ist eine wirklich umwerfende Dokumentation, die gestern Nacht auf Arte lief und ab heute (für sieben Tage) über deren Online-Platform gestreamt wird. Ohne viel Schnick Schnack beobachten wir hier das Leben von mehreren jüdischen Hilfsorganistationen in Indien, die versuchen ihren am Rande des Zusammenbruchs stehenden jungen Mitbürgern zu helfen. Flipping out hatte seine Premiere auf der diesjährigen Berlinale und ist wirklich einer der besten, erschreckensten, aber irgendwie auch hoffnungsvollsten Dokumentationen, die ich dieses Jahr gesehen habe. Unbedingt online ansehen!















[...] Flipping out (via IheartPluto) [...]
hab sie gestern abend angesehen- echt interessant. irgendwie schon irre, die verdrängung und ablenkung so direkt mit anzusehen- ballermann mit traumatischem hintergrund in indien.. traurig..
@rosa: Ja, in der Tat. Und wenn man dann noch bedenkt, dass das ganze 60% der israelischen Wehrpflichtigen sind. Ziemlich heftig. Fand die Dokumentation aber auch so an sich sehr gut. Der freie Stil hat mir gefallen. (Und die Protagonisten, besonders der Ex-Geheimagent) waren toll)