“I let the track stand. Like how it was written is how it hit me.”
Wenn ich meinen Freunden P.O.S. zeige, sagen sie mir sie mögen keinen Rap. Wenn P.O.S. Musik macht, stelle ich persönlich ihn mir aber immer am Schlagzeug vor, während er fleißig seine Lyrics ins Mikrofon spittet. Für die meisten wohl eher ein abstruses Bild.
Andere Freunde sagen: “Das is gar kein Rap. Das reimt sich ja gar nich.” Stimmt eigentlich. Er reimt eher selten und wenn, dann sehr willkürlich. Worauf er glaube ich hauptsächlich Wert legt ist Aussagekraft und Kontext. Beides wird unterlegt durch knallharte, schlagfertige Beats & einer Wortgewalt, die die ganze Bush Administration wohl hätte erzittern lassen, wenn sie sich allemann vor einer vibrierenden Bassbox-Schallmauer versammelt hätten, die Herren Abgeordneten.
Für mich heißt P.O.S. ultra fiese Beats, ja unglaublich präzise Drums, ein bisschen Wut, ein bisschen Ärger, ein bisschen Dada. Er sollte auf jeden Fall mal mit Mos Def zusammenkommen.
Da hier gerade zur Abwechslung mal wieder die Sonne scheint, gibts jetzt ein bisschen Party für die Ohren. Die Münchener Gruppe Schlachthofbronx produziert einen ziemlich bombastischen Mix aus “African Kuduro, South American Cumbia, Carribean Soca /Dancehall, Brazilian Baile Funk, Cape Verdian Funana, American Bootybass, UK Dubstep – and Bavarian Schranz!”, kurz gesagt: gute, alte *utz*-Musik. Kein Wunder, dass sie von Leuten wie Diplo gepusht werden.
Wer an dem sound Gefallen gefunden hat, kann drüber bei Dressed Like Machines eine von 3 “Schlachthof - Belly full of pills”-EPs mit dazugehörigen Stickerpaket gewinnen. Nichts wie hin.
Das neue Album The Suburbs von Arcade Fire scheint echt ein Knüller zu werden. Am beste gefallen mir bisher die Songs Rococo und Month of May. Letzteres kann man dank diesem wunderbaren Widget als virtuelle Vinyl abspielen. The Suburbs erscheint am 3. August. (via)