Good News, everyone. Vom 15. bis 19. September findet wieder das Internationale Filmfest Oldenburg statt (auch bekannt als das deutsche Sundance) und iheartpluto.de bzw. filmaddicts.de wird diesmal live für euch vor Ort sein und über Filme und Festival berichten.
Auch wenn das Programm noch nicht ganz steht, gibts schon jetzt ein paar echte Highlights zu vermelden. Neben der Retrospektive zu Radley Metzger (”dem Meister des erotischen Films”) laufen nämlich unter anderem auch der allem Anschein nach ebenso pornöse Room in Rome und der bereits in Cannes mit ungewöhnlich viel Lob überschütte Sci-Fi-Film Monsters (beide hatte ich vor einiger Zeit ja bereits bei Filmaddicts erwähnt). Auch der diesjährige Gewinner des Internationalen Filmfestival Karlovy Vary, The Mosquito Net, ist mit dabei.
(NSFW!)
Den Jury-Vorsitz übernimmt dieses Jahr Deborah Kara Unger (unter anderem bekannt aus Cronenbergs Crash und Finchers The Game). Die Tribute-Reihe widmet sich “der Ikone des New-Hollywood” Timothy Bottoms (Johnny Got a Gun, The Last Picture Show). Da ich The Last Picture Show immer noch nicht gesehen hab, freu ich mich sehr ihn bei diesem Tribute auf der großen Leinwand bestaunen zu dürfen.
(Radley Metzger / NSFW!)
Wie ihr seht, dürfte das Filmfest Oldenburg dieses Jahr echt ein Knüller werden. Ich freu mich drauf und bin gespannt, ob die Filme auch halten können, was sie versprechen. Ich werd euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und dann ab 15. September auch direkt vom Festival berichten. Vielleicht sieht man ja auch den ein oder anderen von euch vor Ort. Mehr Infos zum Festival gibts auf der offiziellen Seite.
So, da ist er nun endlich, der neue Film von Sion Sono: “Ai no Mukidashi” alias “Love Exposure”.
Ich hab ja schon lange auf eine Veröffentlichung dieses Films hierzulande gewartet und nicht mehr damit gerechnet, dass der noch mal ins Kino kommt. Aber nachdem er Anfang des Jahres auf der Berlinale lief und kurz darauf verkündet wurde, dass Rapid Eye Movies den dt. Vertrieb übernommen hat, ist er jetzt doch noch kurzzeitig in einigen deutschen Städten zu sehen. Ich durfte ihn letzte Woche schon mal als Preview im (fast leeren) Werkstattkino in München erleben.
Filmfest Report #6 - “Das weiße Band - eine deutsche Kindergeschichte”
So, ein finale Review vom Filmfest gibt es noch von mir, und zwar zu Michael Hanekes neuem Film “Das weiße Band”, der dieses Jahr ja auch die Goldene Palme in Cannes gewann.
Michael Haneke wurde auf dem Filmfest München mit dem CineMerit Award geehrt, weshalb auch zahlreiche seiner neueren Filme gezeigt wurden: “Caché”, “Code: Unbekannt”, “Die Klavierspielerin”, “Wolfzeit” und “Funny Games” (bei letzterem aber leider nur das von Haneke selbst erstellte Shot-by-Shot US-Remake). Haneke selber stand wohl auch an diversen Terminen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung, doch leider konnte ich aus Zeitgründen nicht daran teilhaben. Schade, denn er ist für mich einer der interessanten deutschsprachigen Filmemacher bzw. Autorenfilmer und ich kann fast jedem seiner Filme etwas abgewinnen und hätte schon gerne die eine oder andere Frage an ihn gestellt. Seinen neuen Film durfte ich mir dann aber doch nicht entgehen lassen!
Filmfest Report #5 - Akiresu to kame (Achilles and the Tortoise)
Das Filmfest in München ist inzwischen zwar vorbei, aber ein paar Reviews zu dort gesehenen Filmen hab ich noch. Heute will ich kurz über Takeshi Kitanos neuen Film “Akiresu to kame” reden.
Das japanische Multitalent Takeshi Kitano (alias “Beat Takeshi”) ist außerhalb Japans vor allem als Regisseur und Schauspieler bekannt - seine Nebenberufe als Kunstdozent, Dichter, Autor, Moderator, Maler und v.a. Comedian werden im Ausland hingegen nicht ganz so wahrgenommen. Anders als hier musste er sich in seinem Heimatland die Anerkennung als ernsthafter Filmemacher erst hart erkämpfen. Selbst seine bekanntesten Werke wie “Dolls”,“Kikujiros Sommer” oder seine melancholische Dramen aus dem Yakuza-Milieu wie “Brother”, “Hana-bi” und “Sonatine” waren zumeist erst im Ausland erfolgreich.
Endlich ist es soweit, meine Review von Moon ist da, dem ersten abendfüllenden Film von David Bowies Sohn Duncan Jones (aka Zowie Jones). Und was für eine positive Überraschung ist das geworden! Eine Space Opera der ganz besonderen Art, die eine ausführliche Kritik wirklich verdient hat. Die üblichen Bowie/Space-Anspielungen auf “Space Oddity”, “Starman” und “The Man Who Fell to Earth” lasse ich lieber bleiben, die tauchen inzwischen ja eh schon in jeder zweiter Review auf.
So, heute war dann der neue Film von Shinya Tsukamoto dran, dessen kreatives Schaffen ich ja sehr schätze. Ich bin wirklich ein großer Fan von seinen Filmen und seiner einzigartigen Stilmischung aus Psychohorror und Experimentalfilm.
Der experimentelle “Tetsuo - The Iron Man” und sein Nachfolger gelten inzwischen ja als Genre-Klassiker (er arbeitet übrigens gerade am 3. Teil “Tetsuo Project”), doch auch der obsessiv-perverse “A Snake of June”, der beklemmend-geniale “Haze” und einige andere wie “Gemini” (nach einer Geschichte von Edogawa Rampo, siehe mein Review von “Inju”), “Vital” und “Hiruko the Goblin” mag ich sehr gerne und kann ich mir auch öfter anschauen.