I Heart Pluto

Kunst, Film, Fotografie, Popkultur

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Die erste Woche auf dem neuen I Heart Pluto ist seit Mittwoch schon vorbei. Falls ihr Anregungen, Kritik und co. habt, ruhig in die comments schreiben. Hier gehts jetzt weiter mit eurer wöchentlichen Dosis Inspiration aus den Bereichen Photographie, Kunst und Design. #1 gibts hier. Enjoy.

Photographie


John Carl: Umwerfende Fotos von John Carl.

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Du siehst dir lieber einen Film von Jim Jarmusch an als einen von Michael Bay? Du meidest große Multiplexe und bist Stammgast in dem kleinen Programmkino nebenan? Dich interessiert nicht nur der Film an sich, sondern auch wie er konzipiert wurde und wie er wirkt? Dann bist du ein echter Filmfan und solltest bei folgenden zehn Webseiten auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Widescreen avant*garde

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Widescreen avant*garde ist eine zehnteilige, deutsche Internetsendung, die in kurzen kostenlosen Episoden das Schaffen von bekannten Regisseuren wie David Lynch, Werner Herzog und Ingmar Bergman beleuchtet. Für alle, die sich mehr mit Filmen und vor allem Filmklassikern auseinandersetzen wollen, jedoch nicht wissen, wo sie anfangen sollen, ist diese Seite der perfekte Ausgangspunkt.

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In Anlehnung an Abduzeedos “Daily Inspiration” gibt es an dieser Stelle von nun an jede Woche einen dicken Beitrag mit dem besten was in meinem feedreader gelandet ist, es aber nicht in einen eigenen post geschafft hat. Enjoy your first ever weekly dose of inspiration:

Foto


The Power of Images: Sieben Wahrzeichen nachgebaut von Markus Georg (hier Stonehenge)


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I Heart Pluto läuft nun schon seit fast sieben Monaten. Nach 505 posts ist es jetzt glaube ich mal an der Zeit für ein kleines best of. Hier also meine Top 10 von Sachen, die echt umwerfend sind, aber, aus welchen Gründen auch immer, auf I Heart Pluto leider nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie eigentlich verdient gehabt hätten. (Ein klick auf die Screenshots führt euch zum entsprechenden Video/Eintrag)

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Philip Bloom - 3 Seconds (30.09.08): Mein zweiter Post auf I Heart Pluto galt dem englischen Regisseur Philip Bloom. Wie hab ich damals so schön gesagt “in den Filmen von Philip Bloom sprechen nicht die Menschen, sondern die Bilder”. 3 Seconds ist das beste Beispiel dafür. In atemberaubender slow motion und untermalt von Ennio Morricon fantastischem Thema aus Für ein paar Dollar mehr dokumentiert er einen Klippenspring-event in der Schweiz. Unglaublich simpel, aber gleichzeit so verdammt effektiv. Vom opening shot bis zu den ending credits in jeder Hinsicht perfekt inszeniert.

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First Person Snowboarding (16.02.09): Wieso gabs hierzu bitte keine Kommentare? Dieses Video ist absolut großartig. Ich hab noch nie so wunderbare, unverruckelte first person-Ski-Aufnahmen gesehen wie hier. Ein großes “shame on you” an alle, die sich das nicht angesehen haben.

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Zwei Kurzfilme von Michaël Dudok de Wit (24.11.08): Ich liebe die Kurzfilme von Michael Dudok de Wit. Sein etwas altmodischer Zeichenstil, der verstecke Humor, die emotionsvollen Geschichten, der Verzicht auf jeglichen Dialog sowie der punkt genaue Einsatz von Musik machen ihn zu einem meiner absoluten Lieblingsregisseure was Kurzfilme angeht. Bitte tut euch einen Gefallen und schaut euch die beiden Filme an, die ich in dem Beitrag eingebettet habe.


Love (31.01.09):
Ich bin nicht schwul, aber dieses Foto ist einfach fantastisch. Wie bereits Ende Januar gesagt “der Blick des linken Mannes spricht Bände”.

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The Raftman’s Razor (22.10.08): Damals habe ich (wie so oft) leider nur wenige Worte über diesen Kurzfilm verloren. Zu Unrecht. The Raftman’s Razor gehört nämlich definitiv in meine Kurzfilm Top 10. Ein wirklich tolle, einfallsreiche story, geniale Comiczeichnungen und ein Erzähltempo, das einen auf eine komische Art und Weise einfach nicht mehr loslässt machen aus ihm einen must see für jeden (Kurz-) Filmliebhaber.. Unbedingt ansehen.

Morgen geht es mit den restlichen fünf weiter.

So, um den Tag nicht als Bloghure zu beenden (danke, Thang) gehts hier jetzt weiter mit den letzten fünf der unglaublich unterschätzten I Heart Pluto-Beiträgen. In Bildern und Titeln sind wie immer die entsprechenden Links versteckt.

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#10 Song of the day (30.12.08): Ganz ehrlich, Frida Hyvönens Dirty Dancing war echt der beste Song den im gesamten letzten Jahr gehört habe. Allein wie sie ihren Namen betont und dabei ihr schwedischer Akzent leicht durchschimmert. Einfach göttlich. Ich liebe diesen Song…und das solltet ihr auch! Wies aussieht gibts aber nirgendswo mehr als streambare Version. Wer einen Hypem Account hat, kann ihn sich aber hier anhören (kein Plan warum die Hypemachine plötzlich unangemeldete User ausschließt).

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Jordan Clarke has style (03.11.08): Jordan Clarke ist ein Student an der Vancouver Filmschool und produziert verdammt gutaussehende, kleine Filme. Eigentlich kann ich nur das wiederholen, was ich damals gesagt: “Wieso macht Jordan Clarke eigentlich nicht Werbung für Nike, Sony und co.? Mit seinem unglaublichen Gespühr für Kamerabewegungen und Musik sowie seinem Händchen für coole technische Spielereien wäre er perfekt dafür.” Leute, echt mal, wenn ihr euch einen Beitrag aus diesem post anseht, dann bitte diesen hier.

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Zooyork bei Benjamin Entrup (o7.02.09):Zooyork ist ein fabelhafter Kurzfilm von Benjamin Entrup, einem (Ex-?) Stundenten der Filmakademie Baden-Württemberg. In düsteren schwarz weiß Bildern dokumentiert er eine Taxifahrt durch New York und fängt dabei die Hektik, Aggressivität irgendwie auch Brutalität der Stadt mit der Kamara ein. Er erzählt von dem Gefühl sich isoliert zu fühlen, eine neue Umgebung als total fremd zu empfinden und sich als nur einer unter tausenden zu sehen. Der Verzicht auf Dialoge, die rasanten Schnittfolgen und der von Requiem for a Dream ausgeborgte Soundtrack unterstreichen diesen Eindruck. Ein toller Experimentalfilm, der vor allem Entrups ausgeprägtes Rythmusgefühl unter Beweis stellt. Ansehen!”

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Kurzfilm: On s’embrasse (10.11.08): Mein Lieblings-Beispiel dafür, dass ein Kurzfilm kein Budget brauch, um Großes zu bewirken. So extrem minimalistisch und gerade deshalb so überzeugend. Ein wirklich fantastischer Film, den ich mir immer wieder gerne ansehe.

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Mankind is on island (03.02.09): Ein weiteres Beispiel für gutes no budget filmmaking (gefilmt mit einer Handy-Kamera). Die Idee ist simpel, und trotzdem hätte das ganze Projekt in die Hose gehen können, wenn der Regisseur nicht so ein unglaubliches Gespühr für Musik und Schnitt bewiesen hätte. Ein im wahrsten Sinne des Wortes inspirierender Film, den ich nur jedem ans Herz legen kann.

So, das wars fürs erste. Hoffe dieser kleine flashback hat euch gefallen. In 500 posts gibts dann den nächsten Beitrag mit zehn weiteren “incredibly underappreciated things on I Heart Pluto. “

Kennt ihr das: In einem Film sieht man einen Schauspieler und denkt sich “hey, dich kenn ich doch irgendwo her”, kann sich aber auf den Teufel komm raus nicht an den Namen errinern. Sowas passiert mir vor allem immer wieder mit Nebendarstellern. Deshalb möchte ich nun mit diesem post die Schauspieler ehren, die zwar in ihren Rollen glänzen, aber trotzdem nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdient hätten.

Danny Huston

Danny Huston ist einer dieser Schauspieler, die man unglaublich oft sieht aber nur selten richtig wahrnimmt. Das erste Mal von ihm wirklich Notiz genommen, habe ich persönlich in Fernando Mereilles großartigem Film The Constant Gardener, wo er als enger Vertrauerter und späterer Verräter des von Ralph Fiennes verkörperten Diplomaten Justin Quayle auftrittt. Das zweite Mal dann bemerkte ich ihn in Children of Men (er verschafft “Clive Owen” die Reisepapiere). Die Rolle, die mich dann aber zu dem Schluss kommen lassen hat, dass man echt viel mehr auf ihn achten sollte, war sein part in Johnathan Glazers extrem unterschätzten Mystery-Drama Birth, wo er einen Mann spielt, dessen Verlobte (Nicole Kidman) von einem Jungen verfolgt wird, der vorgibt ihr verstorbener Ehemann zu sein. In Birth hat er eine solch überzeugende performance abgegeben, dass ich mittlerweile fast alles verfolge wo er mitspielt. Man kann echt nur hoffen, dass er in Zukunft mehr Rollen bekommt, in denen er sein Potential auch wirklich ausspielen kann.

Laura Linney

Klar, Launa Linney hat schon in vielen Filmen mitgespielt und auch unzählige Preise abgeräumt (unter anderem drei Oscar-Nominierungen), aber in meinen Augen bekommt sie immer noch nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdient hätte. Die meisten von euch kennen sie wahrscheinlich, genauso wie ich, vor allem wegen ihrer Rolle als Schein-Ehefrau von Jim Carrey in Die Truman Show. Schaut man sich aber mal beim imdb.com um, wird schnell klar, dass sie auch in vielen anderen bekannten Filmen mitgespielt hat wie zum Beispiel Tatsächlich Liebe oder Kinsey. Ich für meinen Teil habe sie erst wirklich in ( dem auch verdammt unterschätzen Film) Das Leben des David Gale bemerkt. Es kann einfach niemand anders so überzeugend verletzt und traurig spielen wie sie. Außerdem hat sie dieses tolle “es-ist-alles-halb-so-wild”-Lächeln was ist fast jedem von ihren Filmen mindestens einmal auftaucht. Laura Linney ist eine einfach fantastische Schauspielerin, die ich aber auch gerne mal in einer Rolle außerhalb ihrer comfort zone sehen würde.

Giovanni Ribisi

Giovanni Ribisi habe ich das erste Mal in dem Film The Other Sister gesehen, wo er einen jungen behinderten Mann verkörpert. Später dann tauchte er unter anderem in Saving Privat Ryan, Gone in 60 Seconds, Heaven und Lost in Translation auf. Ich weiß auch nicht wieso, aber irgendwie ist er mir sympathisch. Ob er ein wirklich guter Schauspieler ist, kann ich dabei gar nicht mal sagen. Bis jetzt wurde er nämlich fast immer als der introvertierte ein bisschen komisch wirkende Typ gecastet, so dass ich gar nicht weiß, ob er tatsächlich auch was anderes kann (The Other Sister liegt leider schon zu lange zurück als dass ich mich daran errinern könnte). Das was er gemacht ist jedoch sehr gut. Trotzdem gilt für ihn das gleiche wie für Laura Linney: Ich würde ihn gerne mal in einer ganz anderen Rolle sehen. Etwas wo er sich beweisen muss und sein Potential zur Geltung kommt.

In den nächsten Tagen gehts dann weiter. Wer lustig ist, kann ja mal in die comments schreiben wen er für “unterschätzt” hält.