I Heart Pluto

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Stöckchen: Warum bloggst du?

November 19, 2009 Diverses Comments

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Stöckchen. Vor allem weil sie für mich als Leser meist so ziemlich 0 Mehrwert haben. Über den guten Chris von dackworld.de (der iheartpluto.de netter Weise als seinen aktuellen Lieblings-Blog gelistet hat…ja ich steh auf Komplimente #hint #hint) bin ich jetzt aber auf das Stöckchen Warum bloggst du? von Gilly gestoßen. Und da ich da sowieso mal drüber schreiben wollte und glaube, dass das auch den ein oder anderen von euch interessieren könnte, greife ich das jetzt hier mal in modifizierter Form auf.

1) Seit wann bloggst du?

Seit Oktober 2008.

2) Warum bloggst du?

Gleich am Anfang die schwierigste Frage. Wie glaube ich jeder Blogger hab auch ich vor allem einfach ein ziemlich großes Mitteilungbedürfnis. Wenn ich was Cooles sehe oder höre, möchte ich es sofort mit jemandem teilen und in die Welt befördern. Und da meine Freunde mittlerweile leicht genervt dav0n sind, ist mein Blog einfach der ideale Platz, um diesem Bedürfnis freien Lauf zu lassen. Hinzu kommt, dass man nach einiger Zeit des Bloggens eine gewisse Reichweite erreicht, die einem ermöglicht kleine, unbekannte, aber gute Dinge zu pushen. Ich hab mich damals zum Beispiel sehr gefreut, als Little Man nach meinem posting doch nochmal die Runde gemacht hat. Und last but not least ist da natürlich auch noch dieser spezielle Community-Faktor. Durchs Bloggen lernt man Leute kennen, die haargenau das gleiche Interesse haben wie man selbst.

Aus so einer unternehmerischen Sicht betrachtet ist mein Blog letztlich auch noch sowas wie mein eigenes kleines Kulturmagazin für das ich alleine veranwortlich bin.  Ich bin nicht nur Autor, sondern gleichzeitig auch Techniker, Marketingfritz, Designer und noch einiges mehr. Es ist mein eigenes Projekt bei dem ich viel ausprobieren kann und die Möglichkeit habe mit absolut minimalen Geldaufwand relativ viel zu erreichen.

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I Heart Pluto läuft nun schon seit fast sieben Monaten. Nach 505 posts ist es jetzt glaube ich mal an der Zeit für ein kleines best of. Hier also meine Top 10 von Sachen, die echt umwerfend sind, aber, aus welchen Gründen auch immer, auf I Heart Pluto leider nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie eigentlich verdient gehabt hätten. (Ein klick auf die Screenshots führt euch zum entsprechenden Video/Eintrag)

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Philip Bloom - 3 Seconds (30.09.08): Mein zweiter Post auf I Heart Pluto galt dem englischen Regisseur Philip Bloom. Wie hab ich damals so schön gesagt “in den Filmen von Philip Bloom sprechen nicht die Menschen, sondern die Bilder”. 3 Seconds ist das beste Beispiel dafür. In atemberaubender slow motion und untermalt von Ennio Morricon fantastischem Thema aus Für ein paar Dollar mehr dokumentiert er einen Klippenspring-event in der Schweiz. Unglaublich simpel, aber gleichzeit so verdammt effektiv. Vom opening shot bis zu den ending credits in jeder Hinsicht perfekt inszeniert.

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First Person Snowboarding (16.02.09): Wieso gabs hierzu bitte keine Kommentare? Dieses Video ist absolut großartig. Ich hab noch nie so wunderbare, unverruckelte first person-Ski-Aufnahmen gesehen wie hier. Ein großes “shame on you” an alle, die sich das nicht angesehen haben.

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Zwei Kurzfilme von Michaël Dudok de Wit (24.11.08): Ich liebe die Kurzfilme von Michael Dudok de Wit. Sein etwas altmodischer Zeichenstil, der verstecke Humor, die emotionsvollen Geschichten, der Verzicht auf jeglichen Dialog sowie der punkt genaue Einsatz von Musik machen ihn zu einem meiner absoluten Lieblingsregisseure was Kurzfilme angeht. Bitte tut euch einen Gefallen und schaut euch die beiden Filme an, die ich in dem Beitrag eingebettet habe.


Love (31.01.09):
Ich bin nicht schwul, aber dieses Foto ist einfach fantastisch. Wie bereits Ende Januar gesagt “der Blick des linken Mannes spricht Bände”.

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The Raftman’s Razor (22.10.08): Damals habe ich (wie so oft) leider nur wenige Worte über diesen Kurzfilm verloren. Zu Unrecht. The Raftman’s Razor gehört nämlich definitiv in meine Kurzfilm Top 10. Ein wirklich tolle, einfallsreiche story, geniale Comiczeichnungen und ein Erzähltempo, das einen auf eine komische Art und Weise einfach nicht mehr loslässt machen aus ihm einen must see für jeden (Kurz-) Filmliebhaber.. Unbedingt ansehen.

Morgen geht es mit den restlichen fünf weiter.

So, um den Tag nicht als Bloghure zu beenden (danke, Thang) gehts hier jetzt weiter mit den letzten fünf der unglaublich unterschätzten I Heart Pluto-Beiträgen. In Bildern und Titeln sind wie immer die entsprechenden Links versteckt.

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#10 Song of the day (30.12.08): Ganz ehrlich, Frida Hyvönens Dirty Dancing war echt der beste Song den im gesamten letzten Jahr gehört habe. Allein wie sie ihren Namen betont und dabei ihr schwedischer Akzent leicht durchschimmert. Einfach göttlich. Ich liebe diesen Song…und das solltet ihr auch! Wies aussieht gibts aber nirgendswo mehr als streambare Version. Wer einen Hypem Account hat, kann ihn sich aber hier anhören (kein Plan warum die Hypemachine plötzlich unangemeldete User ausschließt).

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Jordan Clarke has style (03.11.08): Jordan Clarke ist ein Student an der Vancouver Filmschool und produziert verdammt gutaussehende, kleine Filme. Eigentlich kann ich nur das wiederholen, was ich damals gesagt: “Wieso macht Jordan Clarke eigentlich nicht Werbung für Nike, Sony und co.? Mit seinem unglaublichen Gespühr für Kamerabewegungen und Musik sowie seinem Händchen für coole technische Spielereien wäre er perfekt dafür.” Leute, echt mal, wenn ihr euch einen Beitrag aus diesem post anseht, dann bitte diesen hier.

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Zooyork bei Benjamin Entrup (o7.02.09):Zooyork ist ein fabelhafter Kurzfilm von Benjamin Entrup, einem (Ex-?) Stundenten der Filmakademie Baden-Württemberg. In düsteren schwarz weiß Bildern dokumentiert er eine Taxifahrt durch New York und fängt dabei die Hektik, Aggressivität irgendwie auch Brutalität der Stadt mit der Kamara ein. Er erzählt von dem Gefühl sich isoliert zu fühlen, eine neue Umgebung als total fremd zu empfinden und sich als nur einer unter tausenden zu sehen. Der Verzicht auf Dialoge, die rasanten Schnittfolgen und der von Requiem for a Dream ausgeborgte Soundtrack unterstreichen diesen Eindruck. Ein toller Experimentalfilm, der vor allem Entrups ausgeprägtes Rythmusgefühl unter Beweis stellt. Ansehen!”

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Kurzfilm: On s’embrasse (10.11.08): Mein Lieblings-Beispiel dafür, dass ein Kurzfilm kein Budget brauch, um Großes zu bewirken. So extrem minimalistisch und gerade deshalb so überzeugend. Ein wirklich fantastischer Film, den ich mir immer wieder gerne ansehe.

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Mankind is on island (03.02.09): Ein weiteres Beispiel für gutes no budget filmmaking (gefilmt mit einer Handy-Kamera). Die Idee ist simpel, und trotzdem hätte das ganze Projekt in die Hose gehen können, wenn der Regisseur nicht so ein unglaubliches Gespühr für Musik und Schnitt bewiesen hätte. Ein im wahrsten Sinne des Wortes inspirierender Film, den ich nur jedem ans Herz legen kann.

So, das wars fürs erste. Hoffe dieser kleine flashback hat euch gefallen. In 500 posts gibts dann den nächsten Beitrag mit zehn weiteren “incredibly underappreciated things on I Heart Pluto. “

Weil ihr alle Pappnasen seid und euch sowieso nicht durch meinen unverschämt guten “Ten incredibly underappreciated things on I Heart Pluto“-Beitrag klicken werdet, gibts jetzt hier nochmal den Jordan Clarke post. Und ja, die Videos sind so genial wie ihre Vorschaubilder vermuten lassen. Ansehen!